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Wir alle wünschen uns schöne Beziehungen im Außen: harmonische, liebevolle Beziehungen zu unserem Partner, freundliche Beziehungen zu unseren Kindern, wertschätzende Beziehungen zu unseren Kollegen, usw.

Die meisten vergessen dabei jedoch, dass wir die erste, längste und wichtigste Beziehung unseres Lebens mit uns selbst haben. Unsere Partner können wir verlassen oder von ihnen verlassen werden, mit uns selbst sind wir aber von Anfang bis Ende unseres Lebens zusammen.

Da ist es doch erstaunlich, warum nur so wenige Menschen versuchen, eine bessere Beziehung zu sich selbst aufzubauen. Es lässt sich auch immer eine Tendenz erkennen: jemand der mit sich selbst im Reinen ist, ist mit der Welt im Reinen. Hat er aber so seine Probleme mit sich selbst, wird er auch in seinen äußeren Beziehungen hadern und sich vor gewisse Herausforderungen gestellt sehen.

Warum ist es so wichtig, dass es dir gut geht?

Nur wenn es dir gut geht, befindest du dich in einem ressourcenreichen Zustand. Das bedeutet, nur wenn du selbst in einem positiven Zustand, in einem Zustand der Fülle bist, kannst du anderen etwas geben. Das ist wie mit der Sauerstoffmaske im Flugzeug: bevor du anderen beim Anlegen hilfst, musst du die Maske zuerst selbst anziehen.

Wie kommst du in einen ressourcenreichen Zustand?

Wenn es uns gut geht, ist es so einfach. Die gute Laune und der ressourcenreiche Zustand stellen sich ganz von selbst ein. Kaum passiert allerdings etwas, das uns auf eine niedrigere emotionale Ebene bringt, ist die gute Laune verflogen.

Die Dinge in dieser Welt passieren einfach. Sie sind, wie sie sind. Weder gut noch schlecht. Es ist unsere Bewertung, die wir in unseren Gedanken vornehmen, die Ereignissen eine positive oder negative Bedeutung zumessen. Du siehst also: du hast es in der Hand! Du hast die Macht, dich einfach nicht ärgern zu lassen. Dich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Du kannst lernen, schnell wieder in einen Zustand der Ruhe, des Friedens, des Wohlwollens zurückzufinden.

Unsere Gedanken sind sehr mächtig. Sie bestimmen unsere Entscheidungen, unser Verhalten und unsere Gewohnheiten. Wir können aber selbst entscheiden, welche Erinnerungen wir immer wieder hervorholen wollen und welchen wir die Macht auf unser Leben entziehen. Quäl dich nicht selbst endlos mit Erinnerungen an unangenehme, schmerzvolle Ereignisse. Eine einfache Art, diese Erinnerungen zu neutralisieren ist, sie klein, dunkel, leise in deinem Kopf werden zu lassen. Sieh diese Ereignisse nicht mehr durch deine Augen sondern distanziere dich. Sieh sie als Beobachter. Und lass sie immer kleiner, dunkler und unbedeutender werden. Die positiven Ereignisse hingegen lässt du immer größer, heller und lauter werden. Strahlender. Du erinnerst dich regelmäßig und gern an sie und erlebst all die positiven Emotionen dabei bis ins kleinste Detail. Koste diesen Erfahrungsschatz richtig aus. Und übertrage die Energie und positive Stimmung die du dabei erzeugst in deinen Alltag.

Wie kümmerst du dich gut um dich selbst? 

Deine Bedürfnisse können sich über die Zeit natürlich ändern. Es ist aber wichtig, dass du sie anerkennst und dich um sie kümmerst. Konsequent, von jetzt an für den Rest deines Lebens.

Was tut dir gut?

Sorg dafür, dass du deinem Körper genug ausgewogenes, nährstoffreiches Essen zuführst, dass du ausreichend Bewegung und Sport hast. Finde regelmäßig zur Ruhe. Du musst deinen Akku immer wieder aufladen, damit du dein volles Potenzial entfalten kannst. Niemandem ist geholfen, wenn du ständig gereizt, übermüdet und überarbeitet bist. Gerade aus Liebe zu deinen Nächsten, zu deiner Familie, musst du dir diese regelmäßigen Oasen der Ruhe gönnen. Ob das nun ein Bad ist, ein Besuch bei der Kosmetikerin oder ein ganzes Wochenende im Spa. Du bist es wert, dass du dir nur das Beste gibst. Damit alle sich möglichst lang an dir erfreuen können.

Investiere in dich selbst! Hab kein schlechtes Gewissen, Geld für deine persönliche Aus- und Weiterbildung, für Kurse, Bücher und alles, was dich im Leben weiterbringt, auszugeben. Spüre in dich hinein: du weißt intuitiv, was du wann brauchst.

Sei nett zu dir selbst. Schalte den inneren Kritiker in deinem Kopf aus. Lerne dich selbst zu lieben. Erkenne deine eigene Schönheit und Größe und hab keine Angst davor, dein Licht strahlen zu lassen. Das macht dich unwiderstehlich! Den inneren Kritiker ersetzt du am besten durch eine positive, liebevolle Stimme in deinem Kopf. All das kann durch ein bisschen Übung möglich werden.

Distanziere dich von ungesunden Beziehungen im Außen. Musst du dir wirklich all das Gemeckere und Genörgele von Kollegen oder Nachbarn oder gewissen Freunden anhören, das dir nicht gut tut? Wir können uns meist nicht gänzlich von negativen Mitmenschen befreien, aber wir können uns doch bis zu einem gewissen Grad ihrem Einfluss entziehen. Erkenne was dir nur Energie raubt und lass dies in Liebe los. Leben ist Veränderung und so ist es nur natürlich, dass wir aus Manchem einfach nur herauswachsen. Such stattdessen die Nähe zu Menschen, die ähnliche Ziele verfolgen wie du selbst. Ihr könnt euch gegenseitig unterstützen.

Etabliere gute Gewohnheiten. Beginne jeden Tag auf eine Weise, die es ermöglicht, einen richtig guten Tag zu erleben. Setze dir für jeden Tag kleine Ziele, die du erreichen kannst