Tanja ist eine attraktive, charmante und beruflich erfolgreiche Frau Mitte 30. Sie steht voll im Leben und hat alles was sie jemals wollte: Geld, Erfolg und tolle Reisen aber auch Freunde, gute Beziehungen zu ihrer Familie und ein großes Netzwerk. Nur eine Kleinigkeit will ihr einfach nicht gelingen: den richtigen Partner finden. Sie hat schon alles probiert – Flirts in Bars, Empfehlungen von Freunden, Single-Börsen, Speed-Dating, sogar einen Single-Urlaub. Es fällt ihr nicht schwer, jemanden kennenzulernen. Selbst die ein oder andere Langzeitbeziehung war schon dabei. Aber nie haben es diese Beziehungen über die Zweijahresmarke hinaus geschafft. Es lief immer nach dem gleichen Schema ab: Es begann mit Scharen von Schmetterlingen im Bauch, romantischen Dates und tiefgründigen Gesprächen bis in die frühen Morgenstunden. Bald folgte der erste Sex, der einfach bombastisch war. Einige Zeit lief es dann richtig gut und dann kühlte die Beziehung langsam ab. Sowohl sie als auch ihre Partner gingen wieder zur gewohnten Tagesordnung über, hatten andere Prioritäten, es tauchten stressige Zeiten im Beruf, Missverständnisse und Streitereien auf. Einige Male rauften sie sich wieder zusammen und die Beziehung lief wieder besser, bis das nächste Tief kam – und schließlich, meist nach zwei Jahren, war die Geschichte dann so abgekühlt, dass sie in beiderseitigem Einvernehmen ihr Ende fand. Doch Tanja gibt nicht einfach auf. Es ist ihr Herzenswunsch, eines Tages eine glückliche Beziehung, ja sogar eine Familie, am besten mit zwei Kindern, zu haben. Was kann sie also tun, um ihr Ziel zu erreichen?

Was dich davon abhält, den richtigen Partner zu finden

Vielleicht kommt dir Tanjas Geschichte sehr bekannt vor – aus eigener Erfahrung. Womöglich tappst du genauso seit Jahren im Dunkeln und verstehst einfach nicht, warum ein so genialer Mensch wie du es einfach nicht gebacken bekommt, seinen Deckel zu finden. Während du viel weniger geniale Menschen um dich herum siehst, die bei der Partnerwahl den Jackpot knacken. Bei denen es einfach läuft. Vermeintlich ohne großes eigenes Zutun. Du hingegen tust und machst und kämpfst dich ab – und endest jedes Mal verlassen und alleine vor einem Scherbenhaufen.

Deine Probleme bei der Partnersuche lassen sich vermutlich fast immer in diesen beiden Sätzen auf den Punkt bringen:

  1. Du suchst dir den falschen Partner für deine Bedürfnisse aus.
  2. Du bleibst viel zu lange in einer eigentlich aussichtslosen Beziehung.

Einen dieser Fehler zu machen ist verständlich. Beide gleichzeitig zu begehen ist jedoch ein Verbrechen gegen dich selbst.

Der falsche Partner kann jemand sein, der viel älter oder viel jünger ist als du. Jemand, der bereits verheiratet ist, wird dir vielleicht viel versprechen, aber sich in den meisten Fällen nicht aus dieser Bindung lösen (können oder wollen). Ein ungewöhnlich gut aussehender Partner, dem das andere Geschlecht in Scharen zu Füßen liegt. Ein sehr reicher Partner hat auch viele andere Möglichkeiten und oft auch Angst, dass er nur seines Geldes wegen geliebt wird. Jemand mit einem ungewöhnlichen Talent, etwa ein Rockstar oder ein Spitzenreiter auf seinem beruflichen Gebiet wird sich womöglich ganz seiner Leidenschaft hingeben und wenig Zeit und Energie für eine ernsthafte Beziehung haben. Das heißt nun nicht, dass niemand aus diesen Kategorien ein geeigneter Partner für dich ist. Vielleicht landest du mit einem deutlich älteren oder sehr reichen oder talentierten Partner deinen absoluten Glücksgriff. Ich will hier nur darauf hinweisen, dass solche Unterschiede meist ein Potenzial für Probleme bergen.

Was dir aber definitiv klar sein sollte: ein Partner, der aus welchen Gründen auch immer ernsthafte Bedenken gegen eine langfristige Beziehung mit dir hat, wird seine Meinung innerhalb einer angemessenen Zeitspanne normalerweise nicht ändern. Und selbst wenn er es täte, besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass er kein guter Partner für dich sein wird. Je länger du bleibst, desto mehr wirst du dich an ihn binden und gewöhnen. Was hält dich also in einer solchen Beziehung? Die Überzeugung, ohne den anderen nicht leben zu können? Die Illusion, dass er irgendwann seine Meinung ändern wird? Die Angst, keinen anderen Partner zu finden? Bist du der Ansicht, dass es zu anstrengend ist, dich wieder auf die Suche zu begeben und die ganze Kennenlernphase zu durchlaufen? Oder denkst du, dass diesem Menschen einfach niemand jemals das Wasser reichen könnte?

Diese und viele andere Entschuldigungen, die du finden wirst, um bei ihm zu bleiben sind lediglich Varianten eines Hauptthemas: “Was bin ich doch für ein erbärmlicher Dreck. Deshalb kann ich ohne diesen Menschen nicht leben. Deshalb kann ich keinen besseren bekommen und brauche es daher gar nicht erst zu versuchen.”

Wenn du das glaubst, dann werden dieser Glaube und dein Mangel an Selbstbewusstsein das verwirklichen, was du glaubst. Du wirst dich in einer so deprimierten, destruktiven Weise verhalten, dass ein potentieller Partner sofort erkennen kann, wie sehr du dich selbst verachtest. Folglich wird er deinen Wert für ihn entsprechend gering einschätzen.

Bild 2 den richtigen Partner finden

Was dir dabei hilft, den richtigen Partner zu finden

  1. Vergiss alles, was du bisher gemacht hast

Wie Einstein bereits sehr treffend erklärte: “Wahnsinn ist, wenn man immer das Gleiche tut, aber ein anderes Ergebnis erwartet.” Blicken wir der Sache also realistisch ins Gesicht. Weder hast du bisher den Menschen in dein Leben gezogen, der bereit war, dieses für die nächsten Jahrzehnte mit dir zu teilen. Noch haben dein Verhalten und deine Einstellung dazu beigetragen, dass ein potentiell geeigneter Partner sich voll und ganz für dich entschieden hätte. Schwamm drüber. Was geschehen ist, ist geschehen und wir blicken nicht mehr zurück. Jeder neue Tag gibt dir die Chance, alles besser zu machen. Also nutze sie. Und arbeite an dir selbst, Schritt für Schritt, in deinem Tempo.

2. Löse dich vollständig von deinen Expartnern

Schließ dieses Kapitel wirklich vollständig ab, bevor du eine neue Beziehung eingehst. Sei dabei ehrlich zu dir selbst und mach dir nichts vor, in deinem eigenen Interesse. Wenn du ständig in der Vergangenheit festhängst, kannst du nicht in der Gegenwart leben. Erst wenn du deine alte Beziehung völlig abschließt und loslässt, bist du wirklich offen und bereit für eine neue. Es fällt uns so schwer, alte Beziehungen loszulassen, weil wir uns minderwertig fühlen. Diese Beziehungen erinnern uns an eine Zeit, als wir das Gefühl hatten, für jemanden bedeutend zu sein. Wir wurden geliebt und zogen daraus unseren Lebenssinn. Nun haben wir große Zweifel, ob dies je wieder in unserem Leben eintreten wird. Wir vertrauen meist nicht auf die Fülle sondern konzentrieren uns auf und befürchten den Mangel. Die alte Beziehung ist aber vorbei und es bleibt dir nichts anderes übrig, als darauf zu vertrauen, dass du wieder Liebe finden wirst.

3. Befreie dich aus deinen Abhängigkeiten

Das Gefühl, verliebt zu sein, ist wie eine Droge. Es berauscht und beflügelt uns. Die Welt ist einfach geil, solange wir high sind. Was aber, wenn uns unser Stoff entzogen wird? Dann kommt der kalte Entzug und der fühlt sich bekanntlich ganz schön beschissen an. Das, was wir brauchen, können wir nicht lieben. Wenn wir abhängig davon sind, dass uns jemand anders gute Gefühle gibt, die wir ohne ihn nicht bekommen können, ist das keine Liebe. Es ist Bedürftigkeit. Die übrigens ganz schön unsexy ist. Jemanden zu lieben sollte eine Entscheidung sein, die du aus freien Stücken und nicht aus deiner Abhängigkeit heraus triffst. Es sollte dabei um diesen Menschen und seine besondere Art gehen, die dich verzaubert. Es sollte nicht darum gehen, dass du ihn wie die Luft zum Atmen brauchst. Denn dann ist es wie gesagt keine Liebe.

4. Werde dir glasklar darüber, wen du eigentlich suchst

Nimm dir ausgiebig Zeit und begib dich mit einem Notizbuch und einem Stift bewaffnet an einen ruhigen, ungestörten Ort. Schließe die Augen und stelle dir deinen Traumpartner in allen Details vor. Wie sieht er aus? Welche Haar-, Augen- und Hautfarbe hat er? Wie groß ist er? Welche Statur hat er? Wie kleidet er sich? Wie riecht er? Welche Charaktereigenschaften hat er? Was ist ihm wichtig im Leben? Wie würde ein typischer Tag mit ihm in allen Details ablaufen? Was würdet ihr tun, worüber würdet ihr sprechen? Stell dir das alles so genau wie nur möglich vor und schreib es dir auf. Achte auf alles, was du erleben möchtest, darauf was du sehen, hören und fühlen wirst, wenn du dein Leben mit diesem Menschen verbringen wirst. Am Ende solltest du ein sehr detailliertes Profil deines Traumpartners haben sowie eine akribische Beschreibung deines perfekten Alltags mit ihm.

5. Mach Platz für deinen Traumpartner in deinem Leben

Hast du schonmal von dem Spruch “Fake it until you make it” gehört? Dabei geht es darum, sich so zu verhalten, als hätte man ein bestimmtes Ziel schon erreicht, bis einem dieses Verhalten in Fleisch und Blut übergeht und man schließlich wirklich an das gewünschte Ziel kommt. In deinem Fall bedeutet das: schaffe Platz in deinem Leben für deinen Traumpartner. Räume ihm einen Teil in deinem Schrank frei, lass ihm eine bestimmte Seite deines Bettes frei. Du kannst sogar so weit gehen, beim Essen für ihn einzudecken und Gespräche mit ihm zu führen. Wenn du alleine wohnst und keiner zusieht, brauchst du dir dabei auch nicht blöd vorzukommen. Es sieht schließlich niemand. Aber du sendest deinem Unterbewusstsein das Signal, dass du nun wirklich bereit für einen Partner in deinem Leben bist.

6. Kümmere dich gut um dich selbst

Die Basis einer erfüllten Beziehung mit einem Partner ist eine erfüllte Beziehung mit uns selbst. Wenn wir uns selbst nicht mögen, unsere Bedürfnisse nicht wahrnehmen, uns nicht respektieren, wird das unser Partner auch nicht tun. Dieser wird uns stets so behandeln, wie wir denken, dass wir es verdient haben, behandelt zu werden. Nutze deine Zeit als Single und arbeite an deiner Selbstliebe und Selbstachtung. Komm mit dir selbst ins Reine. Mach dir bewusst, was für ein wunderbarer Mensch du bist. Schreib dir auf, welche guten Eigenschaften du hast und welche Erfolge du in deinem Leben verbuchen konntest. Das sind deine Ressourcen. Sei stolz auf sie! Fokussiere dich auf sie, damit sie stärker werden. Liebe dich selbst bedingungslos für alles was du bist. Sei gut zu dir selbst. Jetzt ist die richtige Zeit, um alte Hobbys wieder aufzunehmen oder neue Hobbys zu entdecken. Was macht dich wirklich glücklich? Was kannst du tun, um deine Zufriedenheit sofort zu steigern und was, um langfristig ein reiches Leben zu führen?

7. Arbeite an deinen eigenen Baustellen

Lerne aus deinen gescheiterten Beziehungen. Nimm dir Zeit und analysiere genau, woran deine Beziehungen bislang gescheitert sind. Kannst du Gemeinsamkeiten entdecken? Suchst du dir immer einen bestimmten Typ Mensch aus? Hast du am Ende immer die gleichen Gefühle, vielleicht Hilflosigkeit, Verzweiflung, Resignation? Was ist wahrscheinlicher: dass deine Expartner eine geheime Verschwörung gegen dich ausgeheckt haben und dich alle nur fertig machen wollten? Oder hat das Ganze vielleicht etwas mit dir selbst zu tun? Bringst du dich vielleicht selbst immer wieder an diesen einen bestimmten Punkt? Wenn du diesmal alles anders machen möchtest (siehe Punkt 1), ist es an der Zeit, dir deiner Muster bewusst zu werden. Warum brauchst du diese Gefühle und dieses Drama immer wieder in deinem Leben? Was kannst du tun, um es zu lösen? Heile deine Wunden ein für allemal, dann wirst du nie wieder an diesen Ort zurückkehren müssen.

8. Begib dich aktiv auf die Suche

Du hast nun ein sehr deutliches Bild davon, wie dein perfekter Partner sein soll. Wo findest du diese Art Mensch am wahrscheinlichsten? Jemanden, der sich beispielsweise für Kultur interessiert, kannst du auf einer Vernissage antreffen, oder im Theater oder auf einem Jazzkonzert. Aber wohl eher nicht in einer lauten Disko mit extra günstigen Schnapspreisen. Mach dir also Gedanken darüber, wo sich dein Traumpartner am wohlsten fühlt und am wahrscheinlichsten anzutreffen ist. Dann geh dorthin und halte Ausschau nach ihm. Und was tust du, wenn du nun einen potentiellen Kandidaten erblickst? Dann sprichst du ihn an! Hab hier bitte keine falsche Scheu und denk immer daran: “Am Ende unseres Lebens bereuen wir nicht die Dinge, die wir getan haben sondern die, die wir nicht getan haben.” Du willst dich wohl kaum die nächsten 60 Jahre täglich fragen wollen, wie dein Leben wohl verlaufen wäre, wenn du damals nur mutiger gewesen wärst. Es ist hier völlig egal, was du sagst. Sprich ihn einfach an und ein Wort wird das nächste ergeben.

9. Sei der Partner, den du gern hättest

Diese Regel gilt vom ersten Date bis dass der Tod euch scheidet. Am wahrscheinlichsten bekommen wir das, was wir uns wünschen, wenn wir bereit sind, es selbst zuerst zu geben. Du möchtest auf Händen getragen, verwöhnt und umgarnt werden? Dein Partner soll dir jeden Wunsch von den Augen ablesen? Er soll dich zur obersten Priorität in seinem Leben machen? Dann trage du ihn zuerst auf Händen, verwöhne und umgarne ihn, lies ihm seine Wünsche von den Augen ab und mache ihn zur obersten Priorität in deinem Leben! Wenn du freundlich und liebevoll bist und dein Traumpartner in gesunder geistiger Verfassung ist, wird er dir deine Mühen nicht dadurch danken, dass er sich wie ein absolutes Arschloch verhält. Im gleichen Maße, wie du ihm dein Herz öffnest, wird er dir auch seins öffnen.

10. Offenbare deine dunkle Seite

Wenn die Zeit der ersten Verliebtheit um ist und sich ein gemeinsamer Alltag einpendelt, kommt auch der Zeitpunkt, an welchem unsere Schokoladenseite langsam zu schmelzen beginnt – und auch die unseres Partners. Irgendwann ist es einfach zu anstrengend, immer nur gut gelaunt, witzig, gechillt und optimistisch daherzukommen. Längst brodelt unsere Ungeduld, unser Perfektionismus, unsere unbeherrschte Wut, unser Geiz oder unsere Kleinkariertheit unter der Oberfläche und bahnt sich gnadenlos ihren Weg ans Tageslicht. Wir und unser Partner haben beide gleichermaßen weniger schöne Seiten, weniger angenehme Eigenschaften. Je länger wir mit jemandem zusammen sind, desto mehr zeigen wir unser wahres Ich. Das anzunehmen, fällt uns selbst oft schwer. Wir haben Angst, abgelehnt zu werden, denn unsere dunklen Seiten mögen wir selbst nicht. Hier bietet sich uns jedoch eine Riesenchance, uns selbst anzunehmen und zu wachsen. Statt den Fokus auf die Unvollkommenheiten deines Partners zu richten, solltest du sie auf deine eigenen Verurteilungen, Schuldzuweisungen, Ängste oder deinen Hass richten. Warum (und wie lange schon) reagierst du immer auf eine bestimmte Art? Woher kommen diese Gefühle? Was kannst du jetzt auflösen? Was darf in Liebe losgelassen werden und aus deinem Leben verschwinden, weil du es nicht mehr brauchst und es dich nur daran hindert, in deine volle Größe zu kommen?

11. Übe dich in Dankbarkeit

Egal, ob du noch Single bist, eine komplizierte Beziehung hast, eine neue Beziehung hast oder schon seit 20 Jahren eine Beziehung mit Höhen und Tiefen führst – es gibt immer einen Grund, dankbar zu sein! Allein, dass du lebst, atmest, einfach nur bist, könnte deine Freude entfachen. Lerne, die kleinen und großen Geschenke des Lebens zu schätzen, sie zu würdigen, dich daran zu erfreuen. Nichts ist selbstverständlich, das vergessen wir oft und es wird uns urplötzlich wieder bewusst, wenn uns etwas genommen wird. Sei also dankbar für alles was du bist, hast und erlebst. Mit dieser inneren Einstellung wirkst du unwiderstehlich und ziehst noch viel mehr in dein Leben, für das du dankbar sein kannst. Zum Beispiel eine Beziehung, die so wunderbar ist, dass sie deine kühnsten Träume übertrifft.