Das liebe Geld ist in vielen Beziehungen der Grund für Konflikte. Wiederkehrende Konflikte, sich jahrelang wiederholende Konflikte und oft auch der Grund für Scheidungen, die schließlich als letzter Ausweg wahrgenommen werden.

Meist geht es dabei darum, dass nicht genug Geld vorhanden ist, oder dass die Partner unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie mit dem Geld umzugehen ist.

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie deine Beziehung zu Geld und deine Beziehung zu deinem Partner zusammenhängen?

Dein finanzielles Verhaltensmuster bestimmt nicht nur dein finanzielles Leben sondern auch deine Partnerschaft! Bist du eine Frau, deren finanzielles Verhaltensmuster auf ein niedriges Einkommen eingestellt ist, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Mann anziehen, der ebenfalls auf ein niedriges Einkommen eingestellt ist. Damit stellst du sicher, dass du in dem finanziellen Bereich bleibst, in dem du dich wohl fühlst und du und dein Partner könnt euch eure Verhaltensmuster gegenseitig bestätigen. Männer, die auf ein niedriges Einkommen eingestellt sind, ziehen wiederum Frauen an, die gerne Geld ausgeben. Diese Frauen helfen ihnen, ihr Geld wieder loszuwerden und so ihr Verhaltensmuster zu bestätigen.

Allein die Erkenntnis, dass dein Verhalten einem Muster folgt, kann bahnbrechend sein. Sie ist auch der erste Schritt zur Veränderung. Nachdem du dir bewusst gemacht hast, dass du dein Potenzial mit falschen Glaubenssätzen einengst, kannst du beginnen, gezielt an der Änderung deiner Einstellung zu arbeiten.

Es lohnt sich allemal, denn gerade wenn Geld für Zündstoff in der Beziehung sorgt, ist es zwar leicht, sich von seinem Partner deswegen zu trennen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass das Thema Finanzen in der nächsten Beziehung wieder hochkommt, ist sehr groß. Dies wird in der Regel so oft und meist immer stärker zutage treten, bis du dich ihm widmest und es auflöst. Daher ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, diesen Punkt anzugehen.

In unserer Einstellung zum Geld zeigt sich unser Selbstwert. Sind wir der Auffassung, nicht (gut) genug zu sein, wird dies zu einem Geldmangel führen. Denken wir, dass wir etwas nicht verdient haben, wird unser Verdienst, also unser Einkommen wiederum gering ausfallen. Gerade Frauen haben häufig gelernt, dass Geld Männersache ist und Männer die Finanzen kontrollieren (sollten). Dies resultiert dann darin, dass sie Hausfrauen werden oder zum Haushaltseinkommen höchstens dazuverdienen, aber finanziell nicht auf eigenen Beinen stehen.

Einige Menschen, die denken, nicht gut genug zu seien haben aber auch das Bedürfnis, sehr viel Geld anzuhäufen. So wollen sie der Welt, aber vor allem sich selbst, ihren Wert beweisen. Dieses Vorgehen hat wenig Aussicht auf Erfolg. Wenn sie nicht irgendwann ihr Muster durchbrechen, können sie ihr Leben damit verbringen, Geld anzuhäufen und sich trotzdem nicht besser dadurch zu fühlen.

Nimm also mal deine finanzielle Situation unter die Lupe und überprüfe, ob es Potenzial für eine Verbesserung gibt. Arbeite an deiner Einstellung zum Geld und an deinem Selbstwert und sei offen für all die schönen Überraschungen, die das Leben für dich und deine Beziehung bereithält.