Bevor wir uns auf unsere Beziehungen mit anderen stürzen, müssen wir zuerst sicherstellen, dass wir mit uns selbst im Reinen sind. Ganz nebenbei macht es uns auch unwiderstehlich, wenn wir mit uns selbst und der Welt im Einklang sind. Jeder umgibt sich gerne mit positiven Menschen, die eine Bereicherung für ihn selbst sind. Aber wer verbringt seine Zeit gerne mit Nörglern, Zweiflern, Lästerern und Energiesaugern?

Wie schaffen wir es also, in diese positive Grundstimmung zu kommen?

Der erste Schritt ist, dass wir uns ganz einfach dazu entscheiden, die Dinge ab heute positiv zu sehen und zuversichtlich zu sein. Natürlich hält das Leben auch unangenehme Überraschungen für uns bereit, aber es liegt an uns alleine, was wir daraus machen und wie wir diese wahrnehmen. Wir haben keine Macht über die äußeren Umstände. Ob wir einen Unfall haben, unser Partner uns verlässt oder jemand den wir lieben stirbt. All das kann jederzeit passieren und wir können es nicht kontrollieren. Was wir jedoch kontrollieren können ist unsere eigene Einstellung. Wir können aufgrund der Umstände in Depressionen versinken und in Selbstmitleid zerfließen. Oder wir entscheiden, dass wir das Beste daraus machen und unser Leben weitergeht. Es kommt lediglich darauf an, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.

Der zweite Schritt besteht darin, unser Umfeld mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie sind die Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen? Vielleicht hast du schon mal davon gehört, dass wir der Durchschnitt der fünf Menschen sind, mit denen wir die meiste Zeit verbringen. Wer sind diese fünf Menschen und wie sind diese drauf?

Werfen wir nun einen Blick auf unsere Kommunikation mit anderen. Wie läuft diese vorwiegend ab? Und welche Gesprächsthemen haben wir überwiegend?

Große Leute sprechen über Ideen. Durchschnittliche Leute sprechen über Dinge. Kleine Leute sprechen über Leute.

Nichts vereint so schnell wie Klagen. Wir tendieren dazu, uns leichter mit anderen zu identifizieren, wenn wir jammern. Wie laufen deine Konversationen mit deinen besten Freunden ab? Bestehen sie überwiegend daraus, über andere Leute schlecht zu reden? Ist dies der Fall, gibt es zwei Möglichkeiten, diesen Zustand zu beenden. Die erste ist, zu entscheiden und wenn nötig, auch deutlich zu verkünden, dass du auf diesem Niveau nicht mehr weitermachen möchtest. Wenn es nichts Positives zu bereden gibt, schweigst du ab jetzt lieber oder ziehst dich ganz zurück. Erkläre deinen Freunden, was dich zu dieser Entscheidung bewegt und versuche, sie für eine Challenge zu begeistern: 10 Tage nur positive Themen. Wenn ihr mal in Lästereien abrutscht, beginnen die 10 Tage von vorne.

Eine subtilere Möglichkeit ist, jedes Mal wenn ein negatives Thema aufkommt, einfach nicht mitzumachen. Dies gelingt dir, indem du vom Thema ablenkst. Plaudere über Unverfängliches oder stelle konstruktive Fragen, etwa „Sag mal, wie weit bist du jetzt eigentlich mit deinen Urlaubsplänen für nächsten Sommer?“ oder „Hast du eigentlich schon entschieden, in welcher Farbe du dein Wohnzimmer streichen möchtest?“ Am besten klappt dies mit Themen, für die sich der andere wirklich begeistert. Stelle Fragen zu seinen Hobbys und Leidenschaften.

Du kannst eine Konversation kontrollieren indem du sicherstellst, dass dein Redeanteil 30% und der des Gesprächspartners 70% beträgt. Durch deine offenen Fragen führst du außerdem das Gespräch. Wenn du richtig zuhörst, signalisierst du dies durch interessiertes Nachfragen. Dadurch kannst du auch die Richtung bestimmen, die das Gespräch nehmen soll.

Haben deine Freunde partout keine Lust, sich zu ändern oder ihre Gesprächsthemen in deiner Gegenwart zu ändern, ist es womöglich an der Zeit, sich neue zu suchen.

Erst wenn wir mit uns selbst im Reinen sind, uns selbst und unser Leben mögen, können wir auch wirklich offen und freundlich auf andere zugehen. Wir sind dann in der Lage zu geben und für das Gelingen unserer Partnerschaft einen Beitrag zu leisten. Wir erwarten nicht von unserem Partner, uns glücklich zu machen, unsere Probleme zu lösen oder die Verantwortung für uns zu übernehmen. Deshalb ist die Basis einer erfolgreichen Beziehung eine positive Grundeinstellung. Warum Erwartungen an unseren Partner schlecht für die Beziehung sind, erfährst du hier.