Ich kann es nicht oft genug wiederholen: die Basis für eine erfüllte Beziehung mit deinem Partner, ist eine erfüllte Beziehung mit dir selbst. Niemand wird dir geben, was du wirklich brauchst und willst, wenn du es dir nicht selbst gibst. Wir erwarten immer, dass die Menschen um uns herum uns glücklich machen und uns unsere Bedürfnisse und geheimsten Wünsche erfüllen sollen. Das kann aber niemand langfristig leisten, noch ist es die Aufgabe unserer Partner, Kinder, Freunde, etc. dies für uns zu tun. WIR SELBST sind in der Verantwortung, gut für uns zu sorgen. Heute gibt es deshalb einige Tipps für dich, wie du achtsamer und liebevoller mit dir selbst umgehen kannst.

Stell dir immer vor, dass in deinem erwachsenen Körper noch dein inneres Kind wohnt, für das du verantwortlich bist und für das du gut sorgen willst. Was tut deinem inneren Kind gut? Junkfood, Alkohol, Zigaretten, Drogen, zu viel Arbeit und zu wenig Schlaf bestimmt nicht. Hingegen hat dein Kind vermutlich sehr viel Freude an Spaß, Bewegung, schönen Dingen, gutem Essen, einfach, an den schönen Seiten des Lebens. Wenn du dein inneres Kind vernachlässigst und schlecht behandelst, sinkt im gleichen Maße deine Lebensqualität. Dein Selbstwertgefühl wird immer schlechter. Je mehr Aufmerksamkeit du deinem inneren Kind schenkst, desto besser geht es dir, desto mehr hast du das Gefühl, ein erfülltes Leben zu führen.

Im Folgenden gibt es eine Liste mit 15 Anregungen, um mehr Selbstachtung und Selbstliebe in deinem Leben zu manifestieren. Nutze diese Tipps als Checkliste. Arbeite über einen längeren Zeitraum alle Punkte ab und widme jedem einzelnen Punkt einige Tage, bis du das Gefühl hast, ihn wirklich in deinen Alltag integriert zu haben.

  1. Deine Zeit ist das kostbarste Gut, das du hast. Also gehe entsprechend mit ihr um. Überlege gut, mit wem du sie verbringen möchtest und was dir und deinem inneren Kind am meisten bringt. Vergeude deine Lebenszeit nicht vor dem Fernseher oder mit Menschen, die dir nicht gut tun oder die du nicht magst. Investiere hingegen ausgiebig Zeit in die Dinge, die dein inneres Kind glücklich machen.

2. Achte auf eine gesunde, qualitative Ernährung. Aber gönn dir ab und zu auch mal was für die Seele. Wie würde sich dein inneres Kind fühlen, wenn es nie auch mal naschen darf?

3. Sowohl bei deiner Ernährung, als auch bei allen anderen Produkten die du verwendest und besonders bei denen, die in direkten Kontakt mit deiner Haut kommen: achte auf die Inhaltsstoffe und die Qualität. Vermeide es, wo es nur geht, Giftstoffe an und in deinen Körper zu lassen. Dies ist die beste Investition in deine Gesundheit, die du tätigen kannst.

3. Bewege dich so oft es geht. Geh hinaus in die Natur oder mach regelmäßig Sport oder tanze einfach wenn dir danach ist. Bewegung tut dir gut, hält dich jung und fit und bereitet deinem inneren Kind viel Vergnügen.

4. Was machen Kinder am liebsten? Genau, spielen! Also erlaube dir bewusst, Spiel in deinen Alltag zu integrieren. Am einfachsten gelingt dies, wenn du selbst Kinder hast mit denen du ausgelassen spielen kannst. Ist dies nicht der Fall, finde andere Wege, den Spieltrieb deines Kindes zu befriedigen.

5. Achte auf genügend und hochwertigen Schlaf. Am besten ist es, einen festen Rhythmus zu haben und vor Mitternacht ins Bett zu gehen. Acht Stunden Schlaf sind für die meisten Menschen optimal, einigen reichen auch sieben. Mehr als acht Stunden zu schlafen ist aber auch nicht gesund. Am besten nimmst du keine elektronischen Geräte mit ins Bett und investierst in eine richtig gute Matratze, tolle Bettlaken und schwere, dunkle Gardinen oder Rollos.

6. Beginne deinen Tag bewusst. Statt als erstes Mails und soziale Medien zu checken, gönne dir etwas Sport, Yoga, Meditation, einen Spaziergang oder einfach nur einen Tee an der frischen Luft auf deinem Balkon. Komme voll und ganz in diesem neuen Tag an, in deinem eigenen Tempo. Besonders Aktivitäten an der frischen Luft wirken morgens sehr anregend auf deine Kreativität.

7. Gönne dir insgesamt genug Ruhe- und Auszeiten. Erlaube dir Spabesuche oder Massagen ohne schlechtes Gewissen genau so wie ein kleines Nickerchen, wenn du tagsüber müde bist. Nur wenn du ausgeruht und entspannt bist, kannst du das beste aus deiner Zeit machen.

8. Begrenze den Mist, den du deiner Seele zumutest. Hör am besten komplett mit den folgenden Dingen auf, oder, falls es nicht ganz möglich ist, grenze deinen Konsum sehr stark ein und reduziere ihn auf ein unvermeidliches Minimum: Nachrichten sehen, Fernsehen allgemein oder dich mit negativen Menschen abgeben. In den sozialen Medien kannst du negative Menschen einfach von deiner Liste entfernen, in deinem realen Umfeld kannst du auch gut aussortieren und wenn es sich um Familie handelt, dann distanziere dich so gut es geht oder versuche behutsam, das Thema zu wechseln, wenn sie mal wieder jammern, lamentieren und sich beklagen.

9. Investiere großzügig in die Menschen und Beziehungen, die dir wichtig sind. Schenke ihnen deine Zeit, deine Aufmerksamkeit, deine bedingungslose Liebe. Je mehr du sie liebst, umso mehr wird auch deine Selbstliebe wachsen. Zeig deinen Lieblingsmenschen durch dein Verhalten und deine Taten, wie sehr sie dir am Herzen liegen. Genieße es in vollen Zügen, sie zu verwöhnen.

10. Investiere in deine Hobbys. Was macht dir wirklich Spaß? Malen? Tanzen? Etwas lernen? Körperliche Aktivitäten wie Klettern, Ballspiele oder Marathon laufen? Wolltest du schon immer deine kreative Seite ausleben oder ein bestimmtes Instrument oder eine bestimmte Sprache erlernen? Dann fang am besten jetzt damit an! Es ist wie mit dem Kinderbekommen: der perfekte Zeitpunkt wird nicht an deiner Tür klingeln und du wirst auch nie das Gefühl haben, dass genau JETZT dieser Zeitpunkt gekommen ist. Entscheide einfach, dass HEUTE der richtige Tag ist.

11. Vergib dir selbst. Wir sind alle nur Menschen und kein Mensch ist perfekt. Wir alle behandeln andere ungerecht oder verhalten uns falsch. Wenn du dir Vorwürfe für dein Verhalten in der Vergangenheit machst, lerne, dir zu vergeben. Mach dir bewusst, dass du damals nicht in der Lage warst, anders als so zu handeln, wie du eben gehandelt hast. Du hast aus der Erfahrung gelernt und wenn du wieder in eine vergleichbare Situation kommst, wirst du dich anders verhalten. Aber lerne dir selbst (und deinem inneren Kind) so gründlich zu verzeihen, wie du deinem (realen) Kind verzeihen würdest, wenn es sich falsch verhält.

12. Such regelmäßig das Gespräch mit einem Therapeuten, Coach oder einem besonders guten Freund deines Vertrauens. Es geht darum, all deine Gedanken, Sorgen, Ängste, Träume, kurz, alles was dich beschäftigt, äußern zu dürfen ohne dafür verurteilt oder ausgelacht zu werden. Wenn du dir professionelle Hilfe dafür suchst hast du den zusätzlichen Vorteil, dass du im Gegenzug nicht auch das Gleiche für deinen Freund leisten musst. Du darfst dann ohne schlechtes Gewissen ganz selbstzentriert sein.

13. Schenke dir selbst reichlich Anerkennung für alles, was du erreicht hast. Frag dich jeden Abend, was du an diesem Tag geschafft hast und sei gebührend stolz auf dich selbst. Wenn du es schwarz auf weiß brauchst, führe doch eine Liste mit deinen Errungenschaften. So hast du alles langfristig dokumentiert und kannst in Momenten, in denen es dir nicht so gut geht, deine Liste hervorholen und dich an deinen Leistungen erfreuen. Wichtig ist hier, dass du besonders auf die kleinen Dinge achtest. Feiere dich selbst für ALLE deine Leistungen und erlaube dir bewusst. stolz auf dich selbst zu sein. Du hast nicht nur dann Anerkennung  verdient, wenn du eine CEO-Position antrittst. Es ist bereits eine wundervolle Leistung, dass du heute morgen aus dem Bett aufgestanden bist, obwohl du am liebsten noch etwas geschlafen hättest.

14. Führe eine Liste über Komplimente, die du von anderen bekommst. Warum dies so wichtig ist, ist ganze einfach: Negative Erlebnisse bleiben viel länger in unseren Köpfen und beschäftigen uns viel länger als positive. Wenn wir also an einem Tag zehn Komplimente von Menschen hören, uns aber einer kritisiert, so verpuffen die Komplimente und die Kritik bleibt hängen und nagt an unseren Selbstzweifeln. Solch eine Komplimente-Liste hilft dir deshalb dabei, schnell über Selbstzweifel hinweg zu kommen und sie hilft dir zudem, deinen Fokus auf das Positive auszurichten.

15. Nimm dir Zeit, um mit dir selbst alleine zu sein. Finde heraus, was du am meisten alleine genießt – ist es ein ausgedehnter Spaziergang, Sport, ein Museums- oder Konzertbesuch oder vielleicht sogar ein Kurzurlaub alleine? So wichtig es ist, Zeit in unsere Beziehungen mit anderen zu investieren, genau so wichtig ist es auch, Zeit in unsere Zeit mit uns selbst zu investieren. Lerne nicht nur, mit dir selbst alleine zu sein sondern lerne, diese Zeit wirklich zu genießen.

 

Mehr Tipps für einen liebevollen Umgang mit dir selbst findest du übrigens hier. Dies ist ein Link zu einem wunderbaren Artikel von Moritz, dessen Arbeitsschwerpunkt das Selbstbewusstsein ist. Ich kann dir diesen Artikel sowie seinen gesamten Blog wärmstens empfehlen. Wenn du darin stöberst, findest du immer interessante Denkanstöße.